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News / Arbeit & Geld

Bericht · Arbeit & Geld · Deutschschweiz

Schaffhausen verpflichtet geförderte Veranstalter auf die Gagen-Richtlinien der Verbände

Stadt und Kanton Schaffhausen schreiben die Gagen-Richtlinien der Branchenverbände in neue Leistungsvereinbarungen. Für Musik heisst das 600 bis 800 Franken pro Person und Abend, mehrere Veranstalter zahlen heute deutlich weniger.

Ana Kovač · Redaktionsprofil

Wer in Schaffhausen mit Geld von Stadt und Kanton Konzerte veranstaltet, muss sich künftig an die Gagen-Richtlinien der Branchenverbände halten. Das steht laut Schaffhauser AZ in allen neuen Leistungsvereinbarungen, die 2026 oder 2027 in Kraft treten.1 Betroffen sind unter anderem das Jazzfestival, das TapTab, die Haberhaus-Bühne, Stars in Town und die Kulturtage. Bestätigt hat das Noura Simoni-Abla, Projektleiterin Kulturförderung.1

Für Musik sind das die Honorarempfehlungen von Sonart: mindestens 600, idealerweise 800 Franken pro Person und Abend.1 Die Untergrenze heisst bei Sonart MinimumPay. Sie soll neben dem Lebensunterhalt gerade noch die Sozialabgaben decken.2 In FairPay und MinimumPay eingerechnet sind die Sozialversicherungsbeiträge von zusammen 12 Prozent des Erwerbseinkommens, darunter AHV (die staatliche Altersvorsorge), IV (die Invalidenversicherung) und EO (der Erwerbsersatz), dazu andere Versicherungen und der Ferienanspruch. Reise- und andere Spesen sind nicht inbegriffen.2

Wie weit die Veranstalter davon entfernt sind, zeigen die Zahlen in der AZ:1

  • TapTab: zahlt laut seinem Finanzverantwortlichen heute im Schnitt 300 Franken pro Person und Abend. Die volle Umsetzung kostete den Club nach eigener Rechnung pro Saison rund 100'000 Franken mehr, mehr als alle Fördergelder zusammen. Stadt und Kanton zahlen dem Club 90'000 Franken im Jahr.
  • Kammgarn: erfüllt laut dem Programmverantwortlichen das Minimum von 600 Franken schon grösstenteils.
  • Band-Union: zahlt an den Street Music Nights 300 Franken für Singer-Songwriter, 400 für Duos und 500 für Bands, jeweils pro Auftritt und dazu die Kollekte. Sie erhält seit 2025 30'000 Franken im Jahr.
  • Jazzfestival: zahlt auf der Hauptbühne schon länger 800 Franken pro Person, auf Clubbühnen 600 und bei wiederkehrenden Konzerten 400.

Mehr Geld gibt es nicht für alle. Laut AZ erhält die Kammgarn voraussichtlich schrittweise mehr Fördermittel, das TapTab, das Haberhaus und die Band-Union nicht.1 Was passiert, wenn ein Veranstalter weniger zahlt, ist noch nicht geklärt. Simoni-Abla rechnet damit, dass es in Schaffhausen weniger Konzerte geben könnte.1 Offen ist laut AZ auch, ob Newcomer gleich viel erhalten wie Profis. Sonart richtet seine Empfehlungen ausdrücklich an etablierte, selbständig erwerbende Musiker:innen.2 Der Regierungsrat hatte sich im Januar 2026 vorgenommen, die Kulturförderstrategie zu überarbeiten, auch mit Blick darauf, wie die Richtlinien zur fairen Bezahlung umgesetzt werden, und zwölf Leistungsvereinbarungen zu erneuern.3

Was du jetzt tun kannst: Mit dem Rechner auf der Seite von Sonart ermittelst du FairPay und MinimumPay für deinen Auftritt. Sonart empfiehlt die Werte für Gagenverhandlungen und für Budgets in Fördergesuchen.2 Als selbständig anerkannt wird nur, wer sich vorher bei der AHV-Ausgleichskasse des Wohnkantons angemeldet hat.2

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Quellen

  1. [1] Faire Löhne, leere Bühnen Schaffhauser AZ · 15.10.2026 · Medienbericht shaz.ch abgerufen am 16.10.2026
  2. [2] Honorarempfehlungen SONART – Musikschaffende Schweiz · Primärquelle sonart.swiss abgerufen am 16.10.2026
  3. [3] Schwerpunkte der Regierungstätigkeit 2026 Kanton Schaffhausen · 06.01.2026 · Primärquelle sh.ch abgerufen am 16.10.2026

KI hat diesen Text aus den Quellen oben geschrieben. Die Redaktion hat ihn am 16. Oktober 2026 freigegeben. So arbeitet die Redaktion